DAS BERÜMTE REINTIER AM FLUSS
BÖLA
Das Reintier an dem Fluss Böla ist das
berümteste Reintier der Welt - ein Weidbild von natürlicher Grösse an
einem Felsen, 180 Zentimeter breit und 136 Zentimeter hoch.
Dieses einsame Reintier ist ein vollkommen naturalistisches Kunstwerk,
das von einem Steinaltermann mit einem wohlentwickelten Formensinn
ausgeführt ist.
Es ist ein klassisches Beispiel eines derartigen Weidbildez im Norden,
ein Wohlbewarhtes Denkmal vom Steinalter. Es ist von Wisenschaftlern
aller weit sehr wohl bekannt, und man nimmt an, es sei etwa 4 000 Jahre
vor der Geburt Cristi enstanden.
Strasse 763
DER BÄR
Lange
Zeit glaubte man, dass das Bølarenntier ganz allein hier an der Südseite
des Snåsagewässers abgebildet war, aber während des Baus der Eisenbahn
zwischen 1920 und 1926 wurde ungefähr 20 Meter westlich vom Renntier
eine Bärenabbildung entdeckt. Der Bär ist viel kleiner, aber auf die
gleiche Art und Weise gehauen. Die Abbildung ist ebenfalls
unvollständig, da die Beine fehlen. Der Grund hierfür sind
wahrscheinlich Frostschäden an der Oberfläche des Felsens. Wenn der
Bølafluss viel Wasser führt, strömt das Wasser über die Abbildung des
Bären und gefriert bei Temperaturen unter Null. Dies bedeutet, dass die
Frostschäden jeden Winter wieder neu auftreten.
DER VOGEL
Der
Vogel, ein langhalsiger Schwimmvogel, ist wie mehre andere Figuren in
Bøla in voller Größe abgebildet. (Auf dieser Felsfläche sind Fragmente
mehrerer Figuren aber besonders von Vögeln zu erkennen.) Die meisten
Vogelfiguren, die auf Zeichnungen aus der Steinzeit in Mittelnorwegen
entdeckt wurden, stammen aus dem Gebiet um SteSteinskjer und Snåsa.
DER SKILÄUFER VON BØLA
Die
Felsfläche, in die der „Bølamann“ eingehauen ist, hob sich vor ungefähr
6000 Jahren aus dem Meer heraus. Untersuchungen haben ergeben, dass die
Felszeichnungen aus dem Steinalter im Strandgebiet angefertigt wurden,
ein Hinweis darauf, dass die Zeichnung ungefähr kurz nach 4000 v. Chr.
erstellt wurde.
Die Furchen der Figur sind stark verwittert, so
dass sie nur schwer zu erkennen ist. Der Mann mit Skiern an den Füssen
und einem Stock in der Hand ist in Lebensgröße abgebildet: ungefähr 148
cm von der Unterseite der Skier bis zur Kopfoberseite. Er ist
aufgerichtet ungefähr 160 cm lang, eine für die damalige Zeit wohl
normale Größe für einen Mann.
„Nordeuropas schönste Abbildung eines Mannes auf Skiern in Lebensgröße“
nennt Professor Kalle Sognnes vom Wissenschaftsmuseum der NTNU in
Trondheim den „Bølamann“. Skiläufer, die in den Fels gehauen wurden,
gibt es in Norwegen außer ein paar umstrittenen Figuren auf der Insel
Rødøya in der Alstadhaug Kommune, nur in Alta. Ähnliche Felszeichnungen
von Skiläufern finden sich in Zalavrunga am Weißen Meer im
nordwestlichen Russland. Einige dieser Skiläufer gehen mit Pfeil und
Bogen auf Jagd und mehrere verfügen über Stöcke und haben dieselbe
gebogene Körperhaltung wie der „Bølamann“.
|